Infos zu Schmuck-Diamanten

Den Namen bekam der Diamant von seiner Härte (gr. adamas: der Unbezwingbare).
Es gibt nichts vergleichbar Hartes, deshalb ist er geradezu unvergänglich. Seine Schleifhärte ist 140 mal so gross
wie die von Korund. Allerdings ist die Härte des Diamanten auf den einzelnen Kristallflächen verschieden.
Darin liegt die Möglichkeit, Diamant mit Diamant (oder D.-Pulver, in dem ja - nach statistischer
Wahrscheinlichkeit - jede verschiedene D.-Härte vorkommt) zu schleifen.

Qualitätsbewertung der Diamanten

Nur etwa 20% aller Diamanten sind für Schmuckzwecke geeignet. Der Hauptteil wird in der Technik verwendet.
Solche Industriediamanten sind für Bohrkronen, Fräsgeräte, Glaserwerkzeuge, Schleifscheiben wie auch in der
wissenschaftlichen Anwendung bei Messtechnik und Härteprüfung unentbehrlich. Die Qualitätsbewertung
der Schmuckdiamanten erfordert sehr viel Fachkenntnisse und Erfahrung. Berücksichtigt wird Farbe (colour),
Reinheit (clarity), Schliff (cut) und Gewicht (carat). Diese vier “c” machen den Wert eines Diamanten aus.

Farbgraduierung

Diamanten gibt es in allen Farben. Am häufigsten sind gelbliche Töne; sie werden mit den farblosen Diamanten
bei der Graduierung zusammen beurteilt. Seltenere, volle Farben (grün, rot, blau, purpur, braun, gelb), sog.
Phantasiefarben (fancy diamonds), erzielen Liebhaberpreise.

Reinheitsgraduierung

Bei uns wird unter Reinheit eines Diamanten nur die innere Vollkommenheit verstanden; in den USA und
in Skandinavien auch die äussere Güte. Die Reinheit wird durch eingeschlossene Mineralien, Risse und
Wachstumserscheinungen beeinträchtigt. Sie werden zusammenfassend als “Einschluss” (inclusion) bezeichnet,
früher auch “Fehler” oder “Kohle” genannt. Als lupenrein gelten geschliffene Diamanten, die bei zehnfacher
 Vergrösserung keine Einschlüsse erkennen lassen. Die bei noch stärkerer Vergrösserung
festgestellten Mängel werden bei der Graduierung nicht berücksichtigt. -

Schliffgraduierung

Die Beurteilung berücksichtigt Schliffform und Schlifftyp, Proportionen, Symmetrie sowie äussere Merkmale.
Als Normschliff gilt in Deutschland der “Feinschliff-Brillant”, in Nordeuropa der “Skandinavische Standard-Brillant”.
Weitere Informationen finden Sie unter www.amara.ch